Die ursprünglich bewaldete Halbinsel Varadero war von Taino-Indianern besiedelt und wurde später von den Spaniern für den Schiffbau abgeholzt. Kapitäne ließen ihre Schiffe zur Ausbesserung hier vor Anker gehen, daher der Name Varadero (Reparaturdock). Im 19. Jahrhundert begannen kubanische Haziendabesitzer am Strand von Varadero Sommervillen zu errichten. In den 1920er-Jahren folgten ihnen reiche US-Amerikaner, zuerst T. Coleman du Pont, dem Begründer der Pulverfabrik und des späteren Konzerns DuPont, der östlich der Ortschaft Varadero seine Villa „Mansion Xanadu“errichtete und einen Golfplatz anlegte. Varadero wurde in den USA schick – wer dort etwas auf sich hielt, besaß eine Villa auf der Halbinsel. Auch Al Capone ließ sich in der Nähe des Hafens am westlichen Ortsrand eine Villa erbauen (die er allerdings nicht selbst bewohnte, sondern als Depot für Schmuggelware nutzte), ebenso der kubanische Präsident und spätere Diktator Fulgencio Batista. Heute ist Varadero ein vielgefragtes „Urlaubsparadies“, wo sich ein Hotelresort an das nächste reiht. Dennoch können wir es jedem, der nicht nur Ruhe und Entspannung sondern auch ein umfangreiches Angebot an Abendprogrammen sowie Ausflügen sucht, weiterempfehlen. Der weiße Sandstrand ist kilometerlang und unvergesslich schön. Unser Hotel hieß „Ocean Vista Azul“, passend dazu bekamen wir einen blauen „Willkommens-Drink“ serviert. Der Meerblick von der Lobby über den Infinitypool zum Meer war unbegrenzt und atemberaubend. Dieser tröstete uns darüber hinweg, dass die neue Hotelanlage noch nicht ganz fertig war. Als Trostpflaster gab es ein Upgrade zu einem größeren Zimmer mit Meerblick, der uns glauben ließ, auf einem Schiff in einer Balkonkabine zu residieren. Wir genossen das All-inklusive Leben in vollen Zügen, vor allem nach den vorangegangenen und den noch bevorstehenden Strapazen ;).
Die Eröffnungsfeier unseres Hotels, dass trotz aller Bemühungen noch nicht fertig war, erschien uns etwas sonderbar. Die ganze High Society Varaderos fand sich bei der Party ein, inklusive Sektempfang, Feuerwerk, Wasserakrobatik Show und anschließender Livemusik. Überhaupt fand jeden Abend eine tolle Aufführung mit Musik statt. Unsere persönlichen Highlights waren neben den langen Strandspaziergängen, der unvergessliche Ausflug zu den Delphinen sowie der Besuch der pompösen Villa „Mansion Xanadu“.
